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Dienstag, 10. März 2009

We're definitely going to hell...

...but we've got all the best stories to tell.

Zum Beispiel diese: Nicht nur, dass die Londoner Transport-Gesellschaft (komisches Wort) es heute den ganzen Tag nicht geschafft hat, eine Störung auf der Strecke des Dockland Light Railways zu beheben, was zu lustigen Ersatzbusfahrplänen und verwirrten Menschen führte. Unnötig zu erwähnen, dass ich den DLR jeden Tag benutzen muss und mich dementsprechend in die Riege der verwirrten Menschen einreihte...

Das Highlight des heutigen Tages war allerdings der Busfahrer, der einfach mal seine Route vergessen hatte und damit den Zorn vieler gestresster "Ich hab Feierabend und will schnellstmöglich nach Hause, du Arsch!"-Menschen auf sich zog. Immer wieder interessant zu sehen, wie Leute darauf reagieren, wenn irgendetwas nicht so läuft, wie es geplant ist. Ich hatte mich zu dem Zeitpunkt übrigens schon entspannt und wartete schlicht darauf, irgendwo anzukommen. Und nebenbei versuchte, mich möglichst weit von dem seltsamen alten Mann fernzuhalten, der wahrscheinlich Flöhe hatte. Uäh.

Egal, nach all den doofen Geschichten, hier mal jemand, der viel besser erzählen kann als meiner einer - der MÄCHTIGE Frank Turner. Lange versprochen (zwei bis drei Tage) und nun endlich da, das Video zu "The Ballad Of Me And My Friends".



Neue Fotos gibt's übrigens auch, aber das wisst ihr wahrscheinlich eh schon....

Freitag, 13. Februar 2009

Beton brennt doch

Ohne langwierige Einleitung ein Erlebnisbericht von der Ruhr-Uni-Bochum:

Matthias wollte heute in der Universitätsbibliothek (im Folgenden bezeichnet als: UB) ein paar Dinge einscannen und sich diese dann als pdf per E-Mail zuschicken lassen. Das war früher mal ganz einfach und keine große Sache, aber...
Offensichtlich wurden nämlich von den fünf Fantastilliarden, die durch Studiengebühren eingenommen wurden, neue Kopierer gekauft. An sich ja eine gute Sache, aber...
Wie das eben mit der modernen Technik so ist: Selten funktioniert sie, wie sie soll. Wenn man sich nämlich die gescannten Seiten zumailen möchte, dann muss man anstatt einer normalen "Copycard" seinen Studentenausweis benutzen. Wäre auch okay, aber...
Das macht überhaupt keinen Sinn. Als "Copycard"-Nutzer kann man nämlich eigentlich fast alles machen (z.B. das Gescannte auf einem USB-Stick speichern), was man auch mit dem Ausweis machen kann. Nur eben nicht mailen. Verstehe das wer will. "Gut", könnte man sich denken, "dann benutzt man eben den Ausweis". Ja schon, aber...
Das Problem dabei ist, dass man die Druckfunktion seines Studentenausweises lediglich am Infopoint oder im Druckzentrum der Ruhr-Uni aufladen kann. Doof nur, wenn man das an einem Freitag nach 15 Uhr machen will, denn dann haben schon alle Feierabend (die UB hat übrigens bis 24 Uhr auf). "Dann nimm doch einen USB-Stick", höre ich euch sagen. Ja richtig, aber...
Das Highlight ist, dass nicht jeder USB-Stick mit den Kopieren funktioniert. Und leider weiß auch niemand, mit welchen Fabrikaten es geht und mit welchen nicht. Ich könnte jetzt noch ewig darüber schwadronieren, dass die Kopierer ab und zu auch noch abstürzen und es auf dem Campus keinen Menschen gibt, der sich damit auskennt. Oder dass man neuerdings sogar für virtuelle Kopien (also auf USB-Stick oder via Mail) genau so viel bezahlen muss wie für richtige Kopien (also auf Papier, mit Tinte). Aber ich denke, dass ich meinen Punkt bereits gemacht habe. Ich habe für etwa 75 gescannte Seiten mehr als zwei Stunden gebraucht.

Und wehe jemand schreibt jetzt: "Heute ist ja auch Freitag der 13."...

Montag, 19. Januar 2009

Sehen und verstehen

Bald steigen an der Ruhr-Uni-Bochum die Wahlen zum 42. Studierendenparlament. Dabei ist es mittlerweile schon zum Standard geworden, dass die einzelnen Listen mit mehr oder weniger gelungen Plakaten, Flyern oder Flugblättern versuchen, die Stimme des handelsüblichen Studenten für sich zu gewinnen. Meist ignoriert man dies zwar (wobei ich bisher jedes Semester an die Urne getreten bin!), aber heute konnte ich schlicht nicht an diesem Kunstwerk vorbeigehen:


Ja genau, es war der Ring-Christlich-Demokratischer-Studenten (RCDS Bochum), von der politischen Mitte aus gesehen eher rechts einzuordnen, der die Idee zu diesem spitzenmäßigen Motiv hatte.

Mögen sie beim nächsten Mal mit mehr Nachdenkzeit gesegnet sein.

Donnerstag, 25. Dezember 2008

Glückskeks

"Glück und Glas, wie leicht bricht das!"

Irgendwie klingt das so... gewollt gereimt. Aber um das genauer zu beschreiben fehlt mir leider die Ahnung! Versmaß, vermutlich. Inhaltlich ist das allerdings auch nicht viel Neues...

Freitag, 24. Oktober 2008

Feststellung des 23.10.08

Es gibt nur ein Geräusch, das noch erbärmlicher ist, als einem Menschen beim Akt zu zu hören: Auf einer öffentlichen Toilette sein und während man selbst nur eben eine Stange Wasser abstellen will.. ach, ihr wisst schon, was ich meine.

Dienstag, 21. Oktober 2008

Ebene 02, Ebene 02

Kurze Hintergrundinformation: Die Etagen in den G-Gebäuden der Ruhr-Uni-Bochum sind wie folgt bennant:
04 (bzw. 05 im Süden der Gebäude) sind die niedrigsten Etagen. 03 liegt darüber und 02 ist das, was man gemeinhin als "E" bezeichnen würde. Danach geht es weiter mit Ebene 1 bis 8. Mit diesem Wissen im Hinterkopf denken wir also über folgende Situation nach....

Matthias steigt in der 6. Etage in den Aufzug, der nach oben fährt. Zwar muss Matthias runter bis auf Ebene 04, aber hey - kurz hochfahren dauert nicht so lange, als würde man weiter warten.
Der Aufzug ist voll.
Auf mehreren Etagen steigen Leute aus und andere wieder ein. Auf einer Ebene würde gerne ein anderer Mann hinzusteigen, doch da er keinen Platz findet, gibt er sein Vorhaben mit dem Satz "Ach, dann laufe ich eben" auf.
Matthias läßt sich daraufhin zu der Aussage hinreißen, dass Leute, die für ein oder zwei Etagen den Aufzug nehmen, ohnehin "faule Schweine" seien.
Eine Mitfahrerin empört sich daraufhin, dass sie das auch mache. Ursprünglich sei sie auf Ebene 02 eingestiegen (wir erinnern uns: "E"), will aber auf Ebene 03 (also EINE darunter). Dass sie dafür aber erst einmal komplett hoch bis in den 8. Stock gefahren ist und dabei jeden Halt des Aufzugs mitgemacht hat... nun... kein weiterer Kommentar.

Und wer das jetzt noch verstanden hat, wird hoffentlich lachen. Ich fand's lustig.

Donnerstag, 21. August 2008

Vom Aussterben bedroht

Heute: Die Lichthupe.

"[...] Normalerweise tritt die Lichthupe immer einzeln in Erscheinung. Es kann jedoch in seltenen Fällen auch vorkommen, dass sie zusammen mit einer weiteren ihrer Art auf den Straßen Deutschlands anzutreffen ist. Besonders gerne hält sich eine Lichthupe dabei in der direkten Umgebung von roten Ampeln auf, an denen sie sich für das menschliche Auge für den Bruchteil einer Sekunde zu erkennen gibt.
In letzter Zeit jedoch werden immer weniger Lichthupen auf unseren Straßen gesichtet. Es ist bisher allerdings noch nicht genau geklärt, was die Ursache für das Verschwinden dieses besonderen Lebewesens ist. Experten befürchten, dass eine Mischung aus Ignoranz, Faulheit, mangelnder Sozialkompetenz und Unfähigkeit ihren Teil dazu beiträgt. [...]"

Helfen Sie dabei mit, die Lichthupe zu retten!

Freitag, 11. Juli 2008

Mittel gegen Impotenz

Heute ist großer Tag des lustigen Beitrags-Titel-Ausprobierens. Außerdem ist die obige Überschrift ein nett gemeinter Gruß an die Spam-Bots, die mich mit solch hilfreichen E-Mails bombadieren. Aber über Spam haben ja schon genug andere Menschen geschrieben!

Die wunderbaren Weakerthans haben vor - ach Gott, es sind schon fünf Jahre! - fünf Jahren das Lied "One Great City!" auf ihrem Album "Reconstruction Site" veröffentlicht. In diesem erzählt Sänger John K. Samson von dem Hass auf seine Heimatstadt Winnipeg. Nun es ist so, dass ich dankenswerter Weise sehr weit davon entfernt bin, Kölner bzw. Bonner zu sein, aber wenn ich mit ausreichend Talent gesegnet wäre, würde ich es dem John gleich tun und meine Verachtung über diese beiden Städte in vier Akkorde packen.

Aber laßt mich mal eben erklären: Vor jetzt schon wieder sechs Tagen war die RhEINKULTUR in den Rheinauen zu Bonn. Zum 26. Mal, wie der unfähige Ansager auf die Bühne nicht müde wurde zu betonen. Warum die Zahl 26 so besonders ist, hat sich mir übrigens noch nicht erschlossen. Naja, Kurzzusammenfassung: Lange Hinfahrt, Tomte geguckt und für erschreckend mittelmäßig befunden, Ben Folds angeguckt und als erschreckend belanglos empfunden (spart euch die Steine!), nach Hause gefahren und nach fünf-einhalb Stunden tatsächlich mal angekommen. Die Dauer dieser Rückfahrt läßt schon darauf schließen, dass bei den diversen Verkehrsbetrieben in Köln/Bonn ganz besonders clevere Menschen am Werk waren, die sicherlich hochqualifiziert für ihren Job sind. Das Problem ist nur: sie verheimlichen es ganz offensichtlich. Ich bezeichne Bonn ja übrigens auch gerne als Kloake von Köln (was genau genommen dann ja eigentlich die Kloake einer Kloake wäre, was wiederum zu lustigen Wortschöpfungen führen könnte) und allein der Bahnhof gibt mir in allen Belangen recht. E. Kel. Haft.

Dicke Respektpunkte gibt's deshalb lediglich für den Typen (war das T-Shirt rot oder doch grün?), der während Ben Folds nichts Bessers zu tun hatte, als seiner Perle die Titten zu richten. Muss ja auch mal sein! Entschuldigung übrigens für die vulgäre Ausdrucksweise, aber manchmal tut die Wahrheit eben weh. Und davon ab waren die Schmerzen noch viel größer, wenn man's mit eigenen Augen gesehen hat. So.

P.S.: Gerade kam noch was rein: "Nationalstolz macht immer einen guten Eindruck". Ich gehe nun also davon aus, dass ich von den Spam-Bots für einen impotenten Faschisten gehalten werde. Aber genug. Über Spam haben ja schon...

Sonntag, 6. April 2008

Meine Interpretation

Ich glaub, ich bin verbittert. Also jetzt nicht in Richtung "Ich find' alles scheiße, will eure Gesichter nicht mehr sehen und das zeige ich euch - verdammt noch mal - auch", sondern eher so... Ja, schade, Satzstruktur völlig verloren. Versuchen wir es also anders und noch mal von vorn:
Ihr kennt doch sicherlich die großartige TV-Serie "Scrubs", nicht? Hauptcharakter J.D. ist ja ein völliger Tagträumer, was in jeder Folge mindestens einmal zu einer spitzenmäßigen Sequenz führt, die völlig am Hier und Jetzt vorbeigeht. Ein Beispiel gefällig? Hier!

Meine anfangs erwähnte Verbitterung zeigt sich in der Realität nun so, dass ich mit meiner nahezu unglaublichen Beobachtungsgabe das Geschehen um mich herum nicht nur aufnehme, sondern gleich verarbeite. Stellen wir uns vor, wir sitzen in einer S-Bahn. Und an jeder Haltestelle (und Himmel, so eine S-Bahn hält ziemlich oft!) steigt ein nerviges Scheiß-Pärchen ein und ein anderes dafür aus. "Ok", werdet ihr denken, "doch wie genau definiert sich diese Spezies von Mensch?" Ganz einfach: Es ist schlicht nicht mehr feststellbar, wem welche Zunge gehört bzw. ob tatsächlich beide Personen, die involviert sind, überhaupt jeweils eine besitzen, oder ob doch gar einer von ihnen zwei Zungen in der Fresse hat.

(An dieser Stelle halte ich fest, dass ich einzelne Begriffe innerhalb meiner Beiträge immer viel zu lang erklären muss. Vielleicht sollte ich ein Wörterbuch schreiben: Ich - Rest der Welt. Andersrum lohnt sich nicht.)

Gut, nachdem wir also das Scheiß-Pärchen kategorisiert haben (gilt es eigentlich schon als Verbitterung, wenn ich "Scheiß-Pärchen" schreibe? Vermutlich schon. Hmm. Dann möchte ich hier kurz klarstellen, dass ich an sich rein gar nichts gegen Pärchen habe. Außer vielleicht das Wort "Pärchen"), kommen wir zurück zu meiner Grundthese. Wir erinnern uns: Ich bin verbittert und erlebe "Scrubs"-Momente. Ich sitze also so in der S-Bahn und um mich herum lauter ätzende Menschen, die sich gegenseitig die Luft zum Atmen rauben. Und genau in diesem Moment, paff! (in den alten Comics früher wirkte solche Lautschrift immer cooler), beginne ich eine andere Welt zu sehen: Die gerade noch so glücklichen "An das Gute"-Gläubigen streiten sich vor meinem geistigen Auge, bewerfen sich mit Blumentöpfen oder Stofftieren und rennen mit Tränen-übersäten Wangen durch dunkle Straßen. Und das Highlight dieser ganzen Situation: Während ich die Zukunft bereits ganz klar vor mir sehe, wissen sie von all dem noch nichts bzw. schieben es beiseite. Ha! Verblendete Spinner!

Mittwoch, 13. Februar 2008

Heinz Sielmann wär' jetzt hilfreich

Es wird Frühling. Und das merkt man nicht an den steigenden Temperaturen, der zunehmenden Sonnenschein-Dauer oder der tendenziell ansteigenden Zahl von nervigen Scheiß-Pärchen in der Öffentlichkeit, sondern am Auftauchen einer ganz besonderen Tierart: Selbstmordvögel.

Schon mal nichtsahnend eine etwas ländlichere Straße entlang gefahren? Ja? Dann kennt ihr das sicherlich. Auf einmal rauscht, meist von rechts, ein Vogel heran und fliegt gefühlte Millimeter vorne am Auto vorbei. Auch den entgegenkommenden Autofahrern passiert so etwas - oftmals genau im gleichen Moment wie einem selbst. Das ist dann sozusagen schon fast eine Performance. Ganz talentierte Solo-Selbstmordvögel ziehen's aber auch so durch, dass sie sowohl an dem eigenen Auto als auch am entgegenkommenden Auto knapp vorbeistürzen.

Die Frage, die ich mir nun stelle, ist folgende: Ist das so eine Art Mutprobe? Um den Spatzen-Ladies (ich nehme an, dass es sich dabei um Spatzen handelt, aber ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung) jetzt am Frühlingsanfang zu imponieren? So nach dem Motto: "Hey Süße, meine Federn glänzen mehr, mein Schnabel ist länger und verdammt, ich hab auch noch die Eier mich fast selbst umzubringen!"? Das mag mal jemand verstehen. Ich nicht.

Dienstag, 1. Januar 2008

Ach ja, 2007...

...was ich Dir noch sagen wollte:

Fuck you!

Frohes Neues.

"So this is the new year
And I don't feel any different
The clanking of crystal
Explosions off in the distance

So this is the new year
And I have no resolutions
For self-assigned penance
For problems with easy solutions"
(Death Cab For Cutie - The New Year)

Sonntag, 16. Dezember 2007

Von Masken und Hüten

Die größten Komiker der Welt-Geschichte waren außerhalb der Bühne ganz traurige Menschen. Sagt man zumindest. Doch sobald sie vor einer nach Unterhaltung gierenden Menschenmenge standen, setzten sie eine Maske auf. Die Maske der guten Laune. Natürlich: Jeder Mensch setzt sie hin und wieder mal auf, doch bei den meisten Benutzern fällt das gar nicht auf. Weil sie den Umgang mit der Maske schon so gut beherrschen, dass sie selbst kaum noch wissen, was jetzt echt ist und was nicht. Zum reinen Selbstschutz. Klar. Das ist so ähnlich wie mit Hüten: Im Endeffekt setzt man sie nur auf, weil man etwas zu verbergen hat. Einen dicken Schädel, eine beschissene Frisur oder sonstige absolut alberne Unzulänglichkeiten. Und irgendwie glaubt man, dass es nicht weiter tragisch ist, wenn man Hüte trägt. Oder Masken. Nur leider stumpft man innerlich immer mehr ab und irgendwann trägt man den Hut oder die Maske nur noch, weil man nichts anderes mehr gewohnt ist. Und das, was wirklich zählt, bleibt im Verborgenen und nutzt die Zeit des Nichterkanntwerdens dazu, sich wie ein Geschwür auszubreiten und negativ in alle Richtungen zu strahlen. Eines Tages hat die Maske dann Risse und bricht. Einige Fäden lösen sich aus der Hutnaht. Und man erkennt, wohin Schauspielerei führt.

Montag, 26. November 2007

Everchanging

Ich stelle ganz flugs zwei Dinge fest:

1) Fremdschämen ist wirklich eklig. Und warum? Weil man insgeheim weiß, dass andere Menschen sich auch für unsereins fremdschämen. Dem Freak, den man eben noch belächelte, ist man bei genauerer Überlegung nämlich viel ähnlicher als angenommen. Alles, was man selbst als "Macke" ansieht, ist für Manche so unglaublich peinlich, dass sie sich deswegen vor die nächste Straßenbahn werfen würden. Na, gerade mal wieder am Fingernagel gekaut? Oder in der Nase gebohrt? Blödes Gesicht in einer unpassenden Situation gemacht? Seltendämliches Lachen vom Stapel gelassen? Ja? Ich auch. Alles zusammen.
2) Weihnachten nervt. Ist irgendwem aufgefallen, dass pünktlich ab Mitte November die Werbung für Spendenaktionen VOLL durchstartet? Jaja, "Fest der Liebe" und so. Sicher. Ich nenne es lieber gräßliche Instrumentalisierung. Was hindert die vom Grundgedanken her sicherlich ganz schönen Spendenaktionen eigentlich daran, nicht regelmäßig über's Jahr verteilt zu laufen? Wenn sich alle auf's Jahresende fokussieren, graben sie sich außerdem auch gegenseitig das Wasser ab [an dieser Stelle bitte eine Landschaftsaufnahme eines vertrockneten Landstrichs in Afrika vorstellen]. Ach ja: Unglaublich pathetisch sind sie auch noch. Komisch, dass ich nicht drauf reinfalle.

Montag, 10. September 2007

Ich lebe mich durch eines der schönsten Leben, ...

... mit den schönsten Songs der Welt.

Woher kommt eigentlich diese unangenehme Gefühl des Unwohlseins? Nein, ich rede jetzt nicht von Übelkeit. Hier ein Beispiel: Zwei Menschen unterhalten sich und plötzlich ist er da - dieser Moment der Stille. Und aus dem Moment werden Minuten, aus den Minuten werden Ewigkeiten. Warum kommt anstatt diesem dussliegen Moment nicht einfach die Eingabe, dass man sagt: "Hey, du, ist zwar cool mit dir zu sprechen, aber mir fällt grad nix mehr ein. Also nimm's mir nicht übel, wenn ich jetzt offline gehe/auflege/etc." Im richtigen Leben käme das natürlich nicht so gut, so von Angesicht zu Angesicht. Hab ich aber auch erst kürzlich wieder gehabt - "Ja, und sonst so?" - "Ja, muss, ne?" - "Mh-hm..."
Wie mich sowas aufregt. Problemlösungen bitte an utopie@unterhaltungstechniken.de. Danke.

Montag, 3. September 2007

Unnützes Wissen I

Menschen gucken böse, während sie laufen. Immer.

Sonntag, 20. Mai 2007

Last Train Home

Kennt ihr das? Ihr sitzt benommen und ein wenig benebelt in der S-Bahn, die euch doch bitte schnell nach Hause bringen soll. Wie immer riecht es reichlich unangenehm, auf dem Boden liegen leere Flaschen und die Sitze sind entweder total beschmiert oder aufgerissen oder beides. Kann man mit leben. Ist schließlich ganz normal - und der Anblick einer tadellosen S-Bahn würde mich persönlich vermutlich auch verschrecken. Von wegen versteckte Kamera und so. Was ich aber wirklich auf den Tod nicht ausstehen kann, sind Flaschensammler. Also nicht generell jetzt, denn zumindest halten sie die Umwelt sauber. Aber es gibt Momente, in denen ich das einfach nicht akzeptieren kann. Es ist ja nicht so, als wäre man das Leben in Person, wenn man mehr oder weniger betäubt in der S-Bahn sitzt, mitten in der Nacht. "Koderig" ist so ein Wort, das mir da übrigens direkt einfällt, in dem Zusammenhang. Aber ist ja auch egal jetzt. Ich find's schlichtweg einfach nur ekelhaft, wenn so ein Flaschensammler durch den Zug streift, sich mal kurz rüberlehnt, den Mülleimer öffnet und statt einer Flasche - oh Wunder - ein verwesendes Etwas findet. Für ihn ist das nicht weiter tragisch, schließlich warten noch viele weitere Mülleimer auf ihre Öffnung. Man selbst hat nach diesem Vorfall jedoch ein großes Problem: Einerseits ist man zu fertig, um sich jetzt noch groß weg zu bewegen, andererseits ist es aber beinahe schon eine biblische Strafe, den Rest der Fahrt mit dem verwesenden Etwas in der Nase und in Gedanken zu verbringen. Vielleicht doch ein Fall für die versteckte Kamera.

Freitag, 27. April 2007

Sind wir hier am Strand?

Flap. Flap-Flap. Flap.

Überall begegnet es einem dieser Tage, das unangenehme Geräusch, wenn Plastik-Schlappen zwischen schwitzenden Füßen und hartem Untergrund hin und her klatschen. Die Rede ist von einem der wohl schlimmsten Mode-Trends der letzten Jahre: Flip-Flops. Beim Genuß jener Lärmbelästigung frage ich mich dann immer, ob ich gerade etwas verwechselt habe und ich mich nicht im Ruhrgebiet, sondern gerade an irgendeinem spanischen Strand befinde. Flap-Flap, tönt es durch die langen Gänge der Ruhr-Uni. Flap-Flap, tönt es auch in meinem Kopf. Und nebenbei rätsel ich darüber, ob die Leute irgendwann vielleicht auch anfangen, mit Badehose oder Bikini, Taucherbrille und Schnorchel, oder Sandschüppchen durch die Städte zu laufen. Ich mein, wenn wir gerade schon mal dabei sind, dürfte dieser Schritt ja ein Leichtes sein! Übrigens, von Ästhetik will ich gar nicht erst anfangen zu reden - da wäre ich ja morgen noch beschäftigt. Aber mal ehrlich: Schön ist das doch nicht, mit den Flip-Flops, oder?

Flap-Flap.

Samstag, 14. April 2007

Der Busch brennt - oder: wer glaubt an Freitag den 13.?

Ich nicht, eigentlich. Aber irgendwie schon komisch, dass ausgerechnet gestern ein Busch nahe der Bahnstrecke hier meinte, brennen zu müssen, und damit den gesamten Zugverkehr lahm legte. Aber ach, Bus fahren ist ja auch nicht so schlecht. Dauert halt nur länger. Und es sitzen komische Menschen drin.

Heute, am 14., war's aber dann auch nicht besser mit der Pünktlichkeit der Bahn. Offensichtlich haben die da also nicht nur Probleme mit schlechtem, sondern auch mit gutem Wetter. Vielleicht schmelzen die Gleise ja, sobald es wärmer wird? Vielleicht sollte das mal analysiert werden.

Aber nicht heute, ist schönes Wetter draußen und im Radio läuft die Bundesliga. Ich bin raus.