Ohne langwierige Einleitung ein Erlebnisbericht von der Ruhr-Uni-Bochum:
Matthias wollte heute in der Universitätsbibliothek (im Folgenden bezeichnet als: UB) ein paar Dinge einscannen und sich diese dann als pdf per E-Mail zuschicken lassen. Das war früher mal ganz einfach und keine große Sache, aber...
Offensichtlich wurden nämlich von den fünf Fantastilliarden, die durch Studiengebühren eingenommen wurden, neue Kopierer gekauft. An sich ja eine gute Sache, aber...
Wie das eben mit der modernen Technik so ist: Selten funktioniert sie, wie sie soll. Wenn man sich nämlich die gescannten Seiten zumailen möchte, dann muss man anstatt einer normalen "Copycard" seinen Studentenausweis benutzen. Wäre auch okay, aber...
Das macht überhaupt keinen Sinn. Als "Copycard"-Nutzer kann man nämlich eigentlich fast alles machen (z.B. das Gescannte auf einem USB-Stick speichern), was man auch mit dem Ausweis machen kann. Nur eben nicht mailen. Verstehe das wer will. "Gut", könnte man sich denken, "dann benutzt man eben den Ausweis". Ja schon, aber...
Das Problem dabei ist, dass man die Druckfunktion seines Studentenausweises lediglich am Infopoint oder im Druckzentrum der Ruhr-Uni aufladen kann. Doof nur, wenn man das an einem Freitag nach 15 Uhr machen will, denn dann haben schon alle Feierabend (die UB hat übrigens bis 24 Uhr auf). "Dann nimm doch einen USB-Stick", höre ich euch sagen. Ja richtig, aber...
Das Highlight ist, dass nicht jeder USB-Stick mit den Kopieren funktioniert. Und leider weiß auch niemand, mit welchen Fabrikaten es geht und mit welchen nicht. Ich könnte jetzt noch ewig darüber schwadronieren, dass die Kopierer ab und zu auch noch abstürzen und es auf dem Campus keinen Menschen gibt, der sich damit auskennt. Oder dass man neuerdings sogar für virtuelle Kopien (also auf USB-Stick oder via Mail) genau so viel bezahlen muss wie für richtige Kopien (also auf Papier, mit Tinte). Aber ich denke, dass ich meinen Punkt bereits gemacht habe. Ich habe für etwa 75 gescannte Seiten mehr als zwei Stunden gebraucht.
Und wehe jemand schreibt jetzt: "Heute ist ja auch Freitag der 13."...
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Freitag, 13. Februar 2009
Montag, 19. Januar 2009
Sehen und verstehen
Bald steigen an der Ruhr-Uni-Bochum die Wahlen zum 42. Studierendenparlament. Dabei ist es mittlerweile schon zum Standard geworden, dass die einzelnen Listen mit mehr oder weniger gelungen Plakaten, Flyern oder Flugblättern versuchen, die Stimme des handelsüblichen Studenten für sich zu gewinnen. Meist ignoriert man dies zwar (wobei ich bisher jedes Semester an die Urne getreten bin!), aber heute konnte ich schlicht nicht an diesem Kunstwerk vorbeigehen:

Ja genau, es war der Ring-Christlich-Demokratischer-Studenten (RCDS Bochum), von der politischen Mitte aus gesehen eher rechts einzuordnen, der die Idee zu diesem spitzenmäßigen Motiv hatte.
Mögen sie beim nächsten Mal mit mehr Nachdenkzeit gesegnet sein.

Ja genau, es war der Ring-Christlich-Demokratischer-Studenten (RCDS Bochum), von der politischen Mitte aus gesehen eher rechts einzuordnen, der die Idee zu diesem spitzenmäßigen Motiv hatte.
Mögen sie beim nächsten Mal mit mehr Nachdenkzeit gesegnet sein.
Freitag, 24. Oktober 2008
Feststellung des 23.10.08
Es gibt nur ein Geräusch, das noch erbärmlicher ist, als einem Menschen beim Akt zu zu hören: Auf einer öffentlichen Toilette sein und während man selbst nur eben eine Stange Wasser abstellen will.. ach, ihr wisst schon, was ich meine.
Montag, 4. August 2008
Breaking News: Alle doof!
Jaja, schon gut. Mea culpa: Aus Mangel an Zeit, Lust, Motivation, Geld und Ehrerbietung gab es hier zuletzt nicht viel. Und da ich nicht weiß, wie reich an Zeit, Lust, Motivation, Geld und Geltungsdrang ich in Zukunft bin, mag ich nun auch gar nicht versprechen, dass das ab sofort anders läuft. Tut mir jedoch auch ein bisschen leid!
Dafür ist dieser Eintrag allerdings etwas länger. Es geht nämlich um Dummheiten. Genau genommen könnte man mit Erzählungen darüber ganze Staatsbibliotheken füllen, aber ich beschränke mich aus Mangel an [...] auf vier aktuell relevante Beispiele.
1) Die Ruhr-Universität Bochum. Es ist ja schon eine Art Hassliebe, die mich mit der alten grauen Dame und dem abblätternden Putz verbindet. Verarschen lass ich mich aber trotzdem nicht! Rückblende: Vor gut zwei Wochen gab die Uni bekannt, dass die Studienbeiträge (sprich: Gebühren) im kommenden Wintersemester gesenkt werden. Um ganze 20€! Kann man sich immerhin ein großes Eis für kaufen. So weit, so gut. Nur: Zur gleichen Zeit wurde der Sozialbeitrag, der u.a. das NRW-Ticket beinhaltet, um 20€ erhöht. Man möge mir Boshaftigkeit unterstellen, aber Überraschungen gehen anders.
2) Die olympischen Spiele. In den Nebenrollen: IOC-Chef Jacques Rogge, die Pressefreiheit und die Menschenrechte sowie ein lustiger Mensch aus dem schweizerischen Visp. Während Ersterer vermutlich nach wie vor zu 100 Prozent davon überzeugt ist, mit China den richtigen Gastgeber für Olympia gefunden zu haben, sehen die zweit- und drittgenannten das höchstwahrscheinlich ein wenig anders. Es ist aber doch irgendwie auf eine etwas krankhafte Art unterhaltsam, welch' Echo aufgrund der bekannten Thematik (Pressefreiheit und Menschenrechte müssen zuhause bleiben) durch die internationalen Medien hallt. Na gut, es soll ja auch noch Leute geben, die an den Weihnachtsmann glauben. Aber hat irgendjemand ernsthaft (!) damit gerechnet, dass ein paar Wochen Sport die soziale und politische Realität eines Landers ändern? Das hat vor 72 Jahren auch schon nicht funktioniert.
Wer übrigens rätselt, wer der mysteriöse Tanzkobold aus Visp ist, der google bitte nach folgenden Begriffen: Schalke 04, Rafina, Werder Bremen, Diego, Olympia, Freigabe, CAS, Gewohnheitsrecht, Stumpfsinn.
3) Wo wir aber gerade so unglaublich politisch sind: Die SPD. Man mag ja von Wolfang Clement halten, was man will. Und vielleicht waren seine Aussagen durchaus mal etwas mehr als nur grenzwertig. Doch zeigt die aktuelle Vorgehensweise seiner Partei, für die Clement u.a. als Ministerpräsident des Landes NRW diente, in was für einer unglaublichen und unwürdigen Verfassung die SPD sich befindet. Statt konstruktiv mit Kritik umzugehen, egal ob sie nun vollends berechtigt ist oder nicht, wird ein weiteres Stück aus dem Genre "Schmierentheater" aufgeführt, das Außenstehende nur noch mit dem Kopf schütteln läßt. Scheint, als habe die SPD nach dem "sozial" nun auch noch das "demokratische" verloren. Bleibt lediglich noch die "Partei". Für was das stehen soll, weiß man aber offensichtlich selber nicht mehr so ganz.
4) So, leichte Kost. Chris Cornell. Kurzbiographie: Sänger von Soundgarden, Sänger von Temple of the Dog, Solokünstler mit einem fantastischen Debüt-Album ("Euphoria Morning"), gute Spätphase mit Audioslave, Belanglosigkeit mit dem zweiten Solo-Album. Dass es aber noch tiefer geht, beweist der gute Herr Cornell dieser Tage: Ein Album mit Timbaland. Klingt dann so. Kein weiterer Kommentar notwendig.
Dafür ist dieser Eintrag allerdings etwas länger. Es geht nämlich um Dummheiten. Genau genommen könnte man mit Erzählungen darüber ganze Staatsbibliotheken füllen, aber ich beschränke mich aus Mangel an [...] auf vier aktuell relevante Beispiele.
1) Die Ruhr-Universität Bochum. Es ist ja schon eine Art Hassliebe, die mich mit der alten grauen Dame und dem abblätternden Putz verbindet. Verarschen lass ich mich aber trotzdem nicht! Rückblende: Vor gut zwei Wochen gab die Uni bekannt, dass die Studienbeiträge (sprich: Gebühren) im kommenden Wintersemester gesenkt werden. Um ganze 20€! Kann man sich immerhin ein großes Eis für kaufen. So weit, so gut. Nur: Zur gleichen Zeit wurde der Sozialbeitrag, der u.a. das NRW-Ticket beinhaltet, um 20€ erhöht. Man möge mir Boshaftigkeit unterstellen, aber Überraschungen gehen anders.
2) Die olympischen Spiele. In den Nebenrollen: IOC-Chef Jacques Rogge, die Pressefreiheit und die Menschenrechte sowie ein lustiger Mensch aus dem schweizerischen Visp. Während Ersterer vermutlich nach wie vor zu 100 Prozent davon überzeugt ist, mit China den richtigen Gastgeber für Olympia gefunden zu haben, sehen die zweit- und drittgenannten das höchstwahrscheinlich ein wenig anders. Es ist aber doch irgendwie auf eine etwas krankhafte Art unterhaltsam, welch' Echo aufgrund der bekannten Thematik (Pressefreiheit und Menschenrechte müssen zuhause bleiben) durch die internationalen Medien hallt. Na gut, es soll ja auch noch Leute geben, die an den Weihnachtsmann glauben. Aber hat irgendjemand ernsthaft (!) damit gerechnet, dass ein paar Wochen Sport die soziale und politische Realität eines Landers ändern? Das hat vor 72 Jahren auch schon nicht funktioniert.
Wer übrigens rätselt, wer der mysteriöse Tanzkobold aus Visp ist, der google bitte nach folgenden Begriffen: Schalke 04, Rafina, Werder Bremen, Diego, Olympia, Freigabe, CAS, Gewohnheitsrecht, Stumpfsinn.
3) Wo wir aber gerade so unglaublich politisch sind: Die SPD. Man mag ja von Wolfang Clement halten, was man will. Und vielleicht waren seine Aussagen durchaus mal etwas mehr als nur grenzwertig. Doch zeigt die aktuelle Vorgehensweise seiner Partei, für die Clement u.a. als Ministerpräsident des Landes NRW diente, in was für einer unglaublichen und unwürdigen Verfassung die SPD sich befindet. Statt konstruktiv mit Kritik umzugehen, egal ob sie nun vollends berechtigt ist oder nicht, wird ein weiteres Stück aus dem Genre "Schmierentheater" aufgeführt, das Außenstehende nur noch mit dem Kopf schütteln läßt. Scheint, als habe die SPD nach dem "sozial" nun auch noch das "demokratische" verloren. Bleibt lediglich noch die "Partei". Für was das stehen soll, weiß man aber offensichtlich selber nicht mehr so ganz.
4) So, leichte Kost. Chris Cornell. Kurzbiographie: Sänger von Soundgarden, Sänger von Temple of the Dog, Solokünstler mit einem fantastischen Debüt-Album ("Euphoria Morning"), gute Spätphase mit Audioslave, Belanglosigkeit mit dem zweiten Solo-Album. Dass es aber noch tiefer geht, beweist der gute Herr Cornell dieser Tage: Ein Album mit Timbaland. Klingt dann so. Kein weiterer Kommentar notwendig.
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