Mittwoch, 28. Januar 2009

Ach ja, Beyonce Knowles...

...bezüglich Deines Songs "If I Were A Boy" (ja, ich weiß, das ist schon fast ein alter Hut!):

Du kannst auch als Mädchen ein Bier mit den Jungs trinken! Viele werden das wahrscheinlich sogar cool finden. Ich persönlich nicht, weil Dein Musikgeschmack kacke ist, aber darum geht's ja gar nicht. Außerdem kannst Du auch andere "Girls chasen", wenn Du nur Deine sexuellen Neigungen ein klein wenig weitest. Wobei, vielleicht ist das ja eh schon der Fall, das kann ich ja nicht wissen. Will ich ehrlich gesagt auch nicht.

Überhaupt ist mir das hier viel zu doof! Aber bitte erbarme Dich doch in Zukunft und veröffentliche keine Musik mehr. Oder, falls es gar nicht anders geht, zumindest welche, bei der die Texte nicht völlig bescheuert sind. Denk' doch nur einmal an die armen Leute, die völlig nichtsahnend Radio hören!

Montag, 19. Januar 2009

Sehen und verstehen

Bald steigen an der Ruhr-Uni-Bochum die Wahlen zum 42. Studierendenparlament. Dabei ist es mittlerweile schon zum Standard geworden, dass die einzelnen Listen mit mehr oder weniger gelungen Plakaten, Flyern oder Flugblättern versuchen, die Stimme des handelsüblichen Studenten für sich zu gewinnen. Meist ignoriert man dies zwar (wobei ich bisher jedes Semester an die Urne getreten bin!), aber heute konnte ich schlicht nicht an diesem Kunstwerk vorbeigehen:


Ja genau, es war der Ring-Christlich-Demokratischer-Studenten (RCDS Bochum), von der politischen Mitte aus gesehen eher rechts einzuordnen, der die Idee zu diesem spitzenmäßigen Motiv hatte.

Mögen sie beim nächsten Mal mit mehr Nachdenkzeit gesegnet sein.

Sonntag, 18. Januar 2009

Aww... fuck it!

Jaja, musikalischer Jahresrückblick. Ich weiß, ich weiß. Das Leben orientiert sich nur leider nicht daran, die Zeit eben auch nicht. Deswegen ist das jetzt wahrscheinlich total punk (weil mittlerweile ist ja alles punk), wenn ich das ehrgeizige Vorhaben eines musikalischen Jahresrückblicks von Monat zu Monat schlichtweg aufgebe und stattdessen das tue, was ich von Anfang an hätte tun sollen: Listen erstellen.

Alben 2008
The Gaslight Anthem - The '59 sound
Niels Frevert - Du kannst mich an der Ecke rauslassen
Kettcar - Sylt
Klimt 1918 - Just in case we'll never meet again (Soundtrack for the cassette generation)
Nada Surf - Lucky
Thrice - The alchemy index: Vol. 3 & 4 (Air & earth)
Styrofoam - A thousand words
Death Cab For Cutie - Narrow stairs
The Casting Out - Go Crazy! Throw Fireworks!
Weezer - Weezer

Songs 2008
Niels Frevert - Niendorfer Gehege
The Gaslight Anthem - Film Noir
Thrice - Broken Lungs
Weezer - The Greatest Man That Ever Lived
The Casting Out - The Ebbing Of The Tide
Fotos - Explodieren
Tomte - Küss mich wach, Gloria
Styrofoam - My Next Mistake
Rise Against - Savior
Kings Of Leon - Use Somebody

EPs 2008
Yeahbutnow! - Notes
The Gaslight Anthem - Senor and the Queen
The Casting Out - dto.
Yeahbutnow! - dto.

Konzerte 2008
Jonah Matranga (18.07., Duisburg, Steinbruch)
The New Amsterdams (24.05., Münster, Gleis 22)
I Am Kloot (30.08., Lüdinghausen, Area4-Festival)
Dirty Pretty Things (20.11., Köln, Luxor)
The Gaslight Anthem (29.08., Lüdignhausen, Area4-Festival)
Jimmy Eat World (29.01., Köln, Live Music Hall)
Nada Surf (29.09., Köln, Live Music Hall)
Tocotronic (17.04., Bochum, Schauspielhaus)
Kettcar (02.05., Essen, Weststadthalle)
Finch (09.05., Meerhout, Groezrock-Festival)

Sonntag, 28. Dezember 2008

Der macht, was er will...

...der April. Um mal völlig verstaubte Wortspiele aus dem Keller zu zerren!

Vor allem aber hat der April 2008 tolle Musik hervorgebracht. Die Nummer 1 (oder doch die 2?) auf meiner Heiratsliste, Marcus Wiebusch, veröffentlichte mit seiner nicht minder heiratswürdigen Band kettcar das Album "Sylt". Ich ließ mich an dieser Stelle schon ausführlichst darüber aus und es ist, wie es ist:

Ihr kennt ja die Weisheit, dass man den Worten, die man im Kopf hat, niemals gerecht werden kann, wenn man sie ausspricht. Deshalb bin ich unfähig auszudrücken, wie famos dieses Album ist. Es ist weit weg vom befindlichkeitsfixierten Aufstand auf "Du und wieviel von Deinen Freunden" und auch weit weg vom schmeichelnden Trostspenden auf "Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen".

(Dies ist das erste Selbstzitat in diesem Blog!)



Begeistert hat mich darüber hinaus der zweite Teil der Elemente-Tetralogie (die ja so gesehen und genau genommen nur Dilogie ist - Hilfe, mit was für Begriffen wirft dieser Mann denn jetzt bitte um sich? -, die jeweils noch mal in sich geteilt ist) von Thrice. "The Alchemy Index: Vol. 3 & 4 (Air & Earth)" ist dabei noch besser als das Vorgängeralbum, da ich durchaus finde, dass angezogene Handbremsen und große Melodien zu Dustin Kensrue (Platz 9 der Heiratsliste) und Co. passen.



Erwähnenswert außerdem das Debütalbum der Blood Red Shoes, "Box of Secrets". Ich befürchte jedoch, dass die Zwei sich durch das ständige Touren völlig kaputt machen. Auf dem Konzert, das ich Ende April im Dortmunder FZW besuchte, war Stevens Stimme jedenfalls völlig kaputt. Und ich frage mich natürlich auch, wieviel Entwicklungspotential in dieser doch recht einfachen Form der Rockmusik steckt. Für die Gegenwart bleibt allerdings festzuhalten: Spitzenmäßiges Album. Hier ein Eindruck.

Ein wenig ruhiger geht es bei Elbow zu, die mit "The Seldem Seen Kid" sowohl Kritiker als auch Freunde guter Musik überzeugen konnten. Ich gestehe an dieser Stelle jedoch, dass ich das Album zwar durchaus gut finde, es mir als Gesamtwerk jedoch zu eintönig daher kommt. Kann aber auch daran liegen, dass Elbow nach "Newborn" nie wieder einen so großen Song geschrieben haben und ich überhaupt und sowieso nachtragend und völlig irrational bin. Die Geschichte, warum ich Elbow dann im Laufe des Jahres noch hätte live sehen können, aber es dann doch nicht getan habe, erzähle ich irgendwann mal. Vielleicht.

Erwähnenswert finde ich außerdem noch dEUS und deren Platte "Vantage Point". In meinen Augen zwar absolute Herbst-/Winter-Musik, aber dennoch im Frühjahr erschienen. Ändert aber nichts daran, dass es ein schönes Werk ist. Habe es aber ehrlich gesagt nicht oft genug gehört, um ihm tatsächlich gerecht zu werden. "The Architect" sollte man jedoch kennen, weil: Hit!

Hit an Hit an Hit ist übrigens auch auf "A Thousand Words" von Styrofoam zu finden. Styrofoam ist in der Hauptsache der Belgier Arne Van Petegem, der mit vielen unterschiedlichen Gästen aus der Pop-/Rock-Szene Musik zwischen Indie, Pop und Elektro (oh ja!) macht. Darauf aufmerksam wurde ich durch zweierlei: einmal durch die musikalische Nähe zu The Postal Service, aber vor allem durch das Mitwirken von Jim Adkins (Heiratsliste Platz 1/2) bei dem Song "My Next Mistake". Den und einige mehr gibt es bei MySpace. (Außerdem: wie toll ist denn bitte die Beschreibung "the sound of a finished kiss/like when a lip lifts from a lip" bei "Klingt wie:"? Unglaublich!)

Bei dieser ganzen Schwelgerei von auf Plastik gebrannter Musik dürfen wir aber das Bühnenhandwerk nicht vergessen. Vier Termine standen dabei auf dem Plan: Slut (okay, aber außerhalb einer VISIONS-Party sicherlich sehenswerter), Tocotronic (im Schauspielhaus Bochum - sehr grandiose Location, gutes, allerdings nicht das erhofft unerreichbar gute Konzert; aber Hoffnungen werden ja eh immer enttäuscht), Blood Red Shoes (wie auf dem Album: Rock, Rock, Rock!) und.... Yeahbutnow! Letztere spielten ihr insgesamt viertes Konzert in der Vorrunde des 10. Bochumer Newcomer-Festivals und qualifizierten sich gleich mal für das Finale. Und meine Skepsis, die nach dem ersten Live-Erlebnis mit den Jungs durchaus bestanden hatte, war damit auch dahin. Indierock von Weltformat, jetzt muss die Welt das halt nur noch merken. Und wer mir nicht glaubt, kann entweder zur Hölle fahren (wird früher oder später eh passieren!) oder bei MySpace vorbeisurfen. Das klingt jetzt übrigens viel martialischer als gedacht, aber anders verstehen die Menschen das ja nicht.

Donnerstag, 25. Dezember 2008

Glückskeks

"Glück und Glas, wie leicht bricht das!"

Irgendwie klingt das so... gewollt gereimt. Aber um das genauer zu beschreiben fehlt mir leider die Ahnung! Versmaß, vermutlich. Inhaltlich ist das allerdings auch nicht viel Neues...

Mittwoch, 24. Dezember 2008

Erneuter TV-Skandal

Es ist eine alljährliche Tradition meinerseits, an einem der Weihnachtstage DEN Weihnachtsfilm (bzw. DAS Weihnachtsmärchen) überhaupt zu gucken: Stirb Langsam. In diesem Jahr werde ich dafür jedoch auf meine DVD zurückgreifen müssen, da kein TV-Sender den Film zeigen wird. Vergessen Sie verkohlte Enten, unpassende Geschenke oder umgefallene Bäume! Das, meine Damen und Herren, ist wirklich das Schlimmste was passieren konnte!

Meint übrigens auch Oliver Kalkofe:

Frage: Herr Kalkofe, sehen Sie Weihnachten fern?

Kalkofe: Ich bin ganz klassisch bei meinem Vater und der Familie, mit großer Bescherung, da wird nicht ferngesehen. Was läuft denn?

Frage: Erstmals seit Jahren kein „Stirb langsam“.

Kalkofe: Das ist sehr schade, denn „Stirb langsam 1“ ist mein ultimativer Weihnachtsfilm. Wenn Bruce Willis am Ende seine Frau in den Arm nimmt, das Hochhaus brennt, das Papier runter rieselt und im Hintergrund läuft „Let it snow“, da geht für mich das Herz auf.

Gesamtes Interview bei welt.de.

Dennoch wünsche ich frohe Festtage.

(Aber hier noch der größte Punksong aller Zeiten:)

Dienstag, 23. Dezember 2008

Lieber verschreiben als erfrieren

Ich habe festgestellt, dass ich von nun an jeden Tag einen Eintrag hier hinterlassen muss, damit ich den ganzen Jahresrückblicks-Kram noch vor Ende des Jahres abhandeln kann. Also eigentlich wäre es sogar besser, an manchen Tagen gleich zwei Monate abzuhandeln. Gut, heute jedoch nicht.

Der März war für mich rein vom Papier her kein musikalisch wirklich interessanter Monat. Panic At The Disco (ohne Ausrufezeichen!) veröffentlichten ihr Zweitwerk, Madsen ihr Drittwerk, Fettes Brot das-was-weiß-ich-wievielste Album ihrer Karriere ("Strom und Drang" - Hörtipp: "Lieber verbrennen als erfrieren") und Neues gab es auch von Fotos, The Gutter Twins ("Saturnalia", Mark Lanegan und Greg Dulli) oder Newcomern wie Amy MacDonald. Jaja, genau die Amy MacDonald, die mit "This is the life" (so heißt auch das Album) einen unverschämten Über-Hit geschrieben hat. Pop hin, Pop her - wer dabei ruhig sitzen bleibt macht sich lächerlich.
Abstand nehmen vom Dissen sollte man außerdem auch, wenn es um "Pretty. Odd" von Panic At The Disco geht. So sehr zum Guten entwickelt hat sich wohl nur selten eine Band, die eigentlicht irgendwo zwischen Bravo, MTViva und Kajal-Stift gefangen war. Vermutlich gab es außerdem eher selten eine Band, die ihre Fans so sehr verärgert hat, aber hey - irgendwann werden die 15-Jährigen auch älter...



Entschuldigen muss ich mich ein Stück weit auch bei Madsen, deren neues Album "Frieden im Krieg" zwar nicht schlecht ist, die mich aber vor allem live überraschten (ja, genau auf dem Area4). Tight, sympathisch, rock'n'roll. Unglaublich, aber wahr. Und außerdem ist die erzählte Geschichte in "Nachtbaden" etwas, das jeder sich schon mal gedacht haben dürfte... Mein Favorit ist jedoch: "Vollidiot". (der Sound ist irgendwie seltsam - pardon!)

(Ich sehe schon, sollte ich jemals so etwas wie einen guten Ruf gehabt haben, verschwindet dieser allmählich...)

Richtig warm geworden bin ich hingegen nicht mit Fotos und deren neuer Platte "Nach dem Goldrausch". Doch selbst die haben mit "Explodieren" einen unsagbar spitzenmäßigen Song geschaffen:



Konzerttechnisch passierte nicht viel, außer dass ich in der Schweiz auf dem ersten (und letzten) Metalcore-Konzert meines Lebens war (As I Lay Dying! RAAAH!) und eine Band namens Yeahbutnow! zum ersten mal live sah... In Anbetracht der Tatsache, dass eben diese vier Typen im Laufe des Jahresrückblicks noch öfter erwähnt werden, beende ich den März an dieser Stelle.