Montag, 3. September 2007

Unnützes Wissen I

Menschen gucken böse, während sie laufen. Immer.

Mittwoch, 29. August 2007

[Hier bitte einfügen: Unglaublichen Ärger]

500 Euro.

Was könnte man sich dafür alles kaufen?

- 45 Kästen Bier zu einem Preis von 10,99€ (exkl. Pfand) - bei 12 Litern pro Kasten könnte man damit bequem 270 Tage rumkriegen, so lange man pro Abend nicht mehr als 2 Liter trinkt!
- etwas mehr als 38 Musik-Alben zum Preis von 12,99€ - bei einer durchschnittlichen Länge von 55 Minuten wären das fast 35 Stunden Non-Stop-Unterhaltung!
- ungefähr 376 Liter Normalbenzin (bei einem Preis von 1,329€ pro Liter) - bei durchschnittlich sieben Litern Verbrach auf 100 Kilometern könnte man damit mehr als 5300 Kilometer weit fahren!

Kurz gesagt also: Wenn ich mich in mein Auto setzen würde, könnte ich vom Ruhrgebiet aus mit 500 Euro bis nach Moskau und zurück fahren. Und damit mir auf der fast 50 stündigen Fahrt (eine Strecke) nicht langweilig wird, kann ich jede Stunde eine neue CD einlegen. Und wenn man an dieser Stelle mal miteinbezieht, dass ja nicht jedes Album 12,99€ kosten muss (Sparpreis, Baby!) und mindestens ein Drittel davon auch bedeutend länger als 55 Minuten sein wird, würde ich vermutlich jedes Album je einmal auf der Hin- und einmal auf der Rückfahrt hören. Wenn ich dann außerdem eine Aufenthaltsdauer von gut einer Woche für Moskau einberechne, kann ich mit meinen neuen russischen Freunden (sagen wir... es sind neun!) jeden Abend mehr als 77 Liter Bier trinken. Das sind mehr als 7 Liter pro Person (jaha, da hinten vertragen die Leute so viel!).

Aber anstatt einem lustigen Abenteuerurlaub, was mache ich mit diesen 500 Euro? Studieren. Ja ja, "laber nicht, sei froh, dass du das überhaupt kannst" (sicher, Kinder in Afrika und so...), aber es geht auch gar nicht ums Prinzip. Sondern um das LÄCHERLICH ARMSELIGE KURSANGEBOT AN MEINER GOTTVERDAMMTEN UNI. Schönen Abend noch.

Sonntag, 26. August 2007

Write my name somewhere safe

Ich bin aber auch ein faules Stück. Schon wieder ist es ewig lang her, dass hier mal was Neues erschienen ist. Aber an sich... vor wem rechtfertige ich mich eigentlich? Hm?

Whatever. Letzten Dienstag ein spitzenmäßiges Jimmy Eat World-Konzert gesehen. Natürlich in Köln, denn da ist ja mittlerweile alles. In Köln. Das "Bürgerhaus Stollwerck" ist übrigens gar nicht so spießig wie's klingt, sondern einfach nur verdammt klein. Hat aber den Vorteil, dass man höchstens so gefühlte 10 Meter von der Bühne wegsteckt, selbst wenn man gerade erst reingekommen ist. Und was soll ich zum Konzert an sich noch sagen? Achtung, hier ein paar Superlative: Herausragend. Großartig. Extraklasse. Super (ok, an dieser Stelle könnte es jetzt albern werden und in BILD-Kategorien abrutschen - deswegen Ende!). Auf jeden Fall: Zu Tränen rührend.

Ich liebe diese Band.

Aber um noch mal kurz auf Köln zurückzukommen: Ich frage euch, was hat diese Stadt, was andere Städte nicht haben? Abgesehen vom Dom, Karnevals-Scheiße und dem Rhein? Es kann doch verdammt noch mal nicht sein, dass ich zu jedem halbwegs interessanten Konzert erst eine halbe Weltreise unternehmen muss? Sehr fein ist natürlich auch der Zug der VRR, dass mein Studi-Ticket nur bis kurz hinter Düsseldorf gilt. Kann man auf den Kartenpreis also immer noch schick ein bisschen was draufpacken. Und was gibt's als Dank dafür? Genau, die Rückfahrt allein Richtung Dortmund wird abenteuerlich! Nur gut, dass ich mittlerweile immer mit dem Auto fahre... denkt man! Aber ich wage zu behaupten, dass derjenige, der für den Straßenbau verantwortlich war/ist, entweder von Grund auf geistig verwirrt oder einfach nur ein großer Spaßvogel war/ist. Aber so wie ich das sehe, wurden die meisten Straßen ohnehin noch vom Kaiser höchstpersönlich eingeweiht. Ach, Köln!

Dienstag, 17. Juli 2007

Was? Schon ein Monat? Oh. Mein. Gott.

Ich versprach vor 21 Tagen einen Bericht über das Hurricane-Festival 2007, das vor 23 Tagen zu Ende gegangen ist. Heute bin ich mal so frei und löse das Versprechen ein:

Der beschauliche Ort Scheeßel liegt irgendwo im Niemandsland zwischen Bremen, Hannover und Hamburg. Doch ehrlich gesagt kann ich nicht mal bestätigen, dass Scheeßel beschaulich ist. Denn: Auf dem Weg zum Hurricane ging es ausschließlich über lange Alleen und an unzähligen Feldern entlang, die fürchterlich nach Kot gestunken haben. Darüberhinaus konnte man Dank der Monsun-artigen Regenfälle ohnehin kaum weiter als zwei-einhalb Meter sehen. Eigentlich schade, hätte gerne mal gesehen wie die Menschen so leben, in Niedersachsen.
Nach einem eher aufregenden Abend, als das Zelt nicht ganz so wollte wie ich, ging es irgendwann am frühen Freitag Morgen in den Schlafsack. Hatte man aber auch nicht wirklich lange was von, weil unsere lieben belgischen Nachbarn spätestens um 7 Uhr jeden Tag erstmal schön Musik angemacht haben. Reichlich betrunken ging es dann am späten Nachmittag Richtung Festivalgelände, wo Snow Patrol gerade unglaublich langweilten. Unglaublich eigentlich auch, wie lustlos man diese prinzipiell herzerweichenden Songs runterspulen kann. Anschließend gab's Die Fantastischen Vier und die Beastie Boys im Doppelpack. Erstere habe ich schon in besserer Form erlebt, letztere sind Legenden, aber können nach einiger Zeit nicht mehr so begeistern, wenn man nicht wirklich viele Songs der Band kennt. Deswegen ging's nach knapp einer Stunde rüber zu den Queens of the Stone Age, die reichlich wortkarg für die ersten lauten Gitarren des Tages sorgten. Unglaublich aber auch, was für ein Tier der Drummer war!

Der Samstag war der Tag der Indie-Musik: Arcade Fire, Bloc Party, Bright Eyes... Die beiden Erstgenannten halte ich persönlich nach wie vor für äußerst belanglos, Letztere wurden nur zum Teil geguckt, weil noch ein wichtigeres Date anstand. Aber dazu gleich mehr. Denn außerdem standen noch Mogwai auf dem Plan, die aber im prallen Sonnenschein irgendwie deplatziert wirkten - schade. Im Vorbeigehen noch fix ein paar Songs vom Tokyo Police Club mitgenommen, bevor am frühen Abend Incubus einen hübschen Auftritt hinlegten, der aber leider viel zu leise abgemischt war. Spätestens da stand dann auch fest, dass ich meine ganz persönliche Hass-Person des Festivals gefunden hab: Den Tontechniker der Hauptbühne. Nun aber zu dem wichtigsten Termin des Tages: Aereogramme. Eins der letzten Konzerte dieser viel zu unterschätzten Band, die aber über eine um so begeisterte Fan-Gemeinde verfügt. So viele Emotionen, so viel Gänsehaut, so viele Tränen... Herz-Luftballons als Zeichen. Noch eine halbe Stunde nach Auftrittsende gab es kräftig Applaus, was sowohl die Band als auch das Publikum nur noch mehr rührte. My heart has a wish that you would not go.
Am Sonntag wurde schon ordentlich gepackt, damit man auch am Abend noch schön wegkommt - deswegen den Tag mit dem La Vela Puerca begonnen, die von weiter vorne sicher mehr Spaß gemacht hätten. Als die Abendstunden dann näherrückten wurde es Zeit, sich vor der Hauptbühne zu platzieren. Dabei Sonic Youth gesehen, die ich ätzend langweilig fand. Was das interessant dran gewesen sein soll, weiß ich bis heute nicht. Werden aber überall abgefeiert, weil sie ja so unglaublich rocken. Klar. Ungefähr so wie Wassermangel in der Wüste. Im Anschluß gab's Placebo, die ich ohnehin schon seit immer mag und die mich deswegen auch sehr unterhalten haben. Endlich mal ein Auftritt, bei dem der Sound, zumindest von meiner Position aus, gestimmt hat. Und dann eine Stunde warten. Die Ewigkeit. Bis zum Punkt 22 Uhr ein kurzes Intro erklang, das in "Why Go" überblendete. Der Rest ist Geschichte. "Black", "Better Man", "Given to Fly", "Jeremy"... Pearl Jam, Leute. Mehr muss man nicht sagen.

Die Rückfahrt war dann scheiße. Erst ewig lange auf dem Parkplatz gestanden und dann gefühlte 20 Stunden auf der Autobahn verbracht. Wenn ich jemals kurz davor gewesen bin, zusammenzubrechen, dann am Montag Morgen. Egal, hat sich gelohnt. Lebe ja auch noch...

Dienstag, 26. Juni 2007

Ich hab Pearl Jam gesehen

Kurz-Zusammenfassung des vergangenen Hurricane-Festivals. Ausführlicher Bericht folgt.

Sonntag, 20. Mai 2007

Last Train Home

Kennt ihr das? Ihr sitzt benommen und ein wenig benebelt in der S-Bahn, die euch doch bitte schnell nach Hause bringen soll. Wie immer riecht es reichlich unangenehm, auf dem Boden liegen leere Flaschen und die Sitze sind entweder total beschmiert oder aufgerissen oder beides. Kann man mit leben. Ist schließlich ganz normal - und der Anblick einer tadellosen S-Bahn würde mich persönlich vermutlich auch verschrecken. Von wegen versteckte Kamera und so. Was ich aber wirklich auf den Tod nicht ausstehen kann, sind Flaschensammler. Also nicht generell jetzt, denn zumindest halten sie die Umwelt sauber. Aber es gibt Momente, in denen ich das einfach nicht akzeptieren kann. Es ist ja nicht so, als wäre man das Leben in Person, wenn man mehr oder weniger betäubt in der S-Bahn sitzt, mitten in der Nacht. "Koderig" ist so ein Wort, das mir da übrigens direkt einfällt, in dem Zusammenhang. Aber ist ja auch egal jetzt. Ich find's schlichtweg einfach nur ekelhaft, wenn so ein Flaschensammler durch den Zug streift, sich mal kurz rüberlehnt, den Mülleimer öffnet und statt einer Flasche - oh Wunder - ein verwesendes Etwas findet. Für ihn ist das nicht weiter tragisch, schließlich warten noch viele weitere Mülleimer auf ihre Öffnung. Man selbst hat nach diesem Vorfall jedoch ein großes Problem: Einerseits ist man zu fertig, um sich jetzt noch groß weg zu bewegen, andererseits ist es aber beinahe schon eine biblische Strafe, den Rest der Fahrt mit dem verwesenden Etwas in der Nase und in Gedanken zu verbringen. Vielleicht doch ein Fall für die versteckte Kamera.

Freitag, 11. Mai 2007

Looking back on tomorrow

Besuch aus der Schweiz. Und aus dem Tal. Dann das wohl wichtigste Derby aller Zeiten. Anschließend Tränen vergießen beim Abschied von boysetsfire. Der Tag der großen Emotionen. Wildfreme Menschen liegen sich in den Armen, schlagen sich gegenseitig zu Boden. Der Himmel öffnet sich, und es regnet, während die Sonne ihr Licht auf die Erde wirft. Schließlich, in dunklen, Alkohol-behangenen Räumen die Abgründe der menschlichen Vergnügungssucht, der totale Exzess als krönender Abschluß. Und wer bei zehn noch steht hat Recht.

(Warum das hier klingt wie eine schlechte Kopie irgendeiner apokalyptischen Bibelstelle? Niemand weiß es so genau...)